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30 Kommentare

  • Ich versteh’s nicht. Ich bin 17Jahre alt, Uns wird in der Schule beigebracht, man soll auf die Natur achten, auf Nachhaltigkeit. Und dann kommt da so ein Riesenrad in den Wald? Das fühlt sich nicht wie Umweltschutz an.

    Bearbeitet am Mittwoch, 28. Mai 2025 20:04 von admin.
  • Ich bin Rentner und Vogelbeobachter. Wir hatten hier früher Milan, Kiebitz und jetzt sogar Störche. Jetzt kommt ein Mast mit fast 300 Metern Höhe? Ich nehme an, das sind dann nur noch fliegende Schlagopfer. Muss das wirklich so sein?

    Bearbeitet am Mittwoch, 28. Mai 2025 20:13 von admin.
  • Hallo, ich heiße Rainer, wohne seit 32 Jahren im betroffenen Gebiet  Ich schreibe diese Zeilen nicht aus Wut, sondern aus Enttäuschung. Und weil ich mir lange eingeredet habe, es würde schon alles nicht so schlimm kommen. Ich wohne hier mit meiner Frau seit über drei Jahrzehnten. Wir haben den Garten selbst angelegt, den alten Apfelbaum gepfropft, jedes Jahr Meisenkästen aufgehängt und uns gefreut, wenn ein Pirol zu hören war. Jetzt wird es bei uns hell wie auf dem Jahrmarkt – nicht weil wir feiern, sondern weil ein Hindernisfeuer in 300 Metern Höhe rund um die Uhr blinkt. Direkt über unserem Dach. Ich weiß, dass die Welt sich verändert. Ich weiß auch, dass wir nicht mehr so weitermachen können wie bisher. Aber ich verstehe nicht, warum ausgerechnet wir – die Anwohner, die hier leben, Steuern zahlen, unsere Kinder großgezogen haben – die einzigen sein sollen, die zahlen. Denn das tun wir. Und zwar doppelt: Mit Geld. Der Wert unseres Hauses sinkt. Real. Nachweisbar. Wir haben ein Gutachten beauftragt. Fast 80.000 € Wertverlust. Kein Politiker ersetzt uns das. Kein Betreiber. Kein Pachtvertrag, kein Stromtarif. Mit Lebensqualität. Die Ruhe ist weg. Die Landschaft ist weg. Die Sicherheit, dass das eigene Zuhause ein Rückzugsort ist – weg. Ich höre: „Die Technik ist sicher. Der Infraschall ist harmlos. Das Projekt wurde sorgfältig geplant.“ Aber ich sehe keine Sorgfalt, wenn ein Gigant aus Stahl in ein Wohngebiet gestellt wird, dessen Maßstab in keinem Verhältnis zur Umgebung steht. Ich sehe wirtschaftliche Interessen. Und ich sehe eine Verwaltung, die sich lieber mit Investoren unterhält als mit Bürgern. Was mich am meisten ärgert? Dass man uns als Fortschrittsverweigerer abtut, wenn wir Zweifel äußern. Als Egoisten, als Technikfeinde. Dabei bin ich Physiklehrer. Ich glaube an Fortschritt. Aber nicht an blindes Wachstum um jeden Preis. Ich wünsche mir keine Entschuldigung. Ich wünsche mir nur eine einfache Antwort:Wie konnte irgendjemand glauben, dass so ein Projekt mit Rückhalt der Bevölkerung entsteht – wenn man uns von Anfang an übergeht? Ich schreibe das hier, weil ich weiß: Ich bin nicht der Einzige. Vielleicht spricht ja jemand weiter, wenn ich irgendwann still werde.

    Bearbeitet am Mittwoch, 28. Mai 2025 20:08 von admin.
  • Ein gigantisches Windrad soll vor unserer Haustür gebaut werden. Nicht irgendwo, nicht weit draußen auf dem Meer – sondern mitten in unserem Lebensraum, nur wenige hundert Meter von unseren Häusern entfernt. Geplant ist ein Monster aus Stahl, dreimal so hoch wie der Eiffelturm. Wer hier morgens aufwacht, sieht keinen Himmel mehr – sondern einen rotierenden Koloss.

    Bearbeitet am Mittwoch, 28. Mai 2025 20:11 von admin.
  • Ich heiße Claudia, bin Eigentümerin eines Hauses etwa 800 m vom geplanten Standort entfernt Ich habe mein Haus vor 20 Jahren gekauft – für meine Kinder, für meine Rente, für mein Zuhause. Jetzt sagt mir ein Bekannter, dass es 9 % an Wert verliert, wenn das Windrad kommt. Wer ersetzt mir das? Die Umwelt? Oder der Pächter, der kassiert?

    Bearbeitet am Mittwoch, 28. Mai 2025 20:12 von admin.
  • Ich geb zu: Ich hab Land verpachtet für eine ähnliche Anlage. Nicht hier bei diesem geplanten Ding sondern in Schleswig Holstein. Es war ein gutes Angebot und bringt mir gutes Geld ein. Aber ich hätte nie gedacht, dass es so hohe Wellen schlägt. Vielleicht hätte ich vorher mehr reden sollen – mit den Nachbarn, nicht nur mit dem Investor 
  • -Lärm. -Schattenwurf. -blinkende Lichter. -Wertverlust. -Verlust an Lebensqualität.   -Wie doof seit ihr eigentlich wenn ihr euch nicht wehrt :-)

    Bearbeitet am Mittwoch, 28. Mai 2025 20:10 von admin.
  • Wo ist die:

    • faire Bürgerbeteiligung
    • transparente Entscheidungsprozesse
    • Schutz unserer Lebensqualität
    • Alternativen zum XXL-Windrad

    ...verlorengegangen in den Geldsäcken??

    Bearbeitet am Mittwoch, 28. Mai 2025 20:08 von admin.
  • Wir sind absolut für erneuerbare Energien. Aber muss man wirklich ein Monster-Windrad so nah an die Wohnbebauung setzen? Warum nicht 2 km weiter, dort, wo es niemanden stört? Venunft heißt auch: Alternativen prüfen.

    Bearbeitet am Mittwoch, 28. Mai 2025 20:14 von admin.
  • Wenige verdienen. Viele zahlen. Die Pacht für ein Grundstück bringt dem Eigentümer jährlich Zehntausende. Klingt gut? Für ihn: ja. Für uns: nein.

    Bearbeitet am Mittwoch, 28. Mai 2025 20:10 von admin.
  • Zunächst finde ich es gut das darüber nachgedacht wird Windkraft auch bei uns zu nutzen. Wie so oft erscheint es mir aber nicht ganz durchdacht. Allerdings gehören ich nicht zu denen, die sagen Windkraft ja aber nicht vor meiner Türe. Ich hätte nichts dagegen wenn man mir eines vor die Tür bauen würde. Zukunft zu gestalten ist schwere Arbeit. Darum finde ich gut wenn über das Thema diskutiert wird. Es gibt aber Punkte die man besser machen sollte. So bin ich grundsätzlich dafür Windräder in Ortsnähe zu ermöglichen aber nur mit Bürgerbeteiligung. Kurz jeder Anwohner aus dem Ort(Ortsteil) sollte an dem Gewinn beteiligt sein. Die vorgesehene Fläche erscheint mir recht klein, um möglich viel Ertrag zu erwirtschaften kommt nur ein einzelnes, sehr große Windrad in Fragen. Macht man es kleiner dauert es länger bis es Gewinn abwirft. Eine Fläche auf denen mindestens zwei Windräder stehen könnten fände ich besser aber kein Muss. Welche Effekte hat so ein Windrad. Ja, Vogelschlag kann vorkommen, muss nicht kann aber. Doch wie viele Vögel, Kleintier und Insekten sterben durch unsere Autos und Straßen, direkt und indirekt. Warum regt sich niemand darüber auf? Das steht wirklich ein keine Verhältnis. Ein Kurort und ein Windrad geht nicht? Ich finde doch, so gar sehr gut, Denn man kann es werbewirksam nutzen, Zusammen mit Photovoltaik kann sich der Ort attraktiv grüner zeigen, eine Außenwirkung die bei vielen gut ankommt. Das Thema Schlagschatten oder Infraschall wird immer herangezogen wenn einem die Argumente ausgehen. Zahlreiche Untersuchungen haben bislang keine wirklichen gesundheitliche Probleme aufgezeigt. Es ist allerdings eine Frage des persönlichen Wohlbefindens. Ich fühle mich ich in der Nähe von Rauchern auch immer unwohl und teils belästigt und meide solchen Orte z.B. auf Terrassen von Kaffees. Einem Windrad kann man schlecht ausweichen. Der Verlust eine Immobile kann natürlich schon ärgerlich sein, wenn ich den eine solche verkaufen möchte. Möchte ich das, jetzt oder in naher Zukunft? Immobilienpreise sind langfristig eh nur schwer schätzbar und hängen von vielen Faktoren ab die Teilweise deutlich mehr ins Gewicht fallen. Wer verkaufen muss, für den sind Immobilienpreise sicher wichtig und einige wenige Prozent schmerzhaft und natürlich für Spekulanten.Zum Thema Abstand, ich keine keine aktuelle Erhebung, doch nach meinem Kentnissstand liegen derzeit etwa ein fünftel alle WKAs unter 500m Abstand. Da sollte es doch möglich sein Betroffene einmal auf zu suchen und mit ihnen zu reden. Vielleicht empfinden es viele gar nicht so schlimm wie es es immer dargestellt wird. Ich habe lang Zeit in der nähe von Eisenbahn und oder Autobahn gewohnt und muss sagen das ich dass vergleichsweise schlimmer empfunden hab. Ja, Lärm kann krank machen aber echter Lärm ist das eines Windrades nicht, wer schon mal in der Einflugschneise von einem Flughafen gewohnt hat, wird das bestätigen, jedenfalls hätte ich das den Geräuschen einer WKA vorgezogen. Bei allen Zweifeln, ohne Windkraft wird es in Zukunft nicht gehen. Einfach nur dagegen sein ist keine Lösung. Etwas zu kritisieren und konstruktive Vorschläge zu machen, das bringt uns weiter. Bringen wir uns ein, um Lösungen aufzuzeigen, nicht nur um etwas zu verhindern. 
  • Kurz zur Richtigstellung der "Fakten" auf dieser Seite (welche interessanterweise auch keinerlei Quellenangaben enthalten): "Studien zeigen Immobilienwertverluste von bis zu 7 %, teils auch deutlich mehr" Es handelt sich dabei um genau eine Studie, bei welcher erhebliche methodische Mängel festgestellt wurden. Diverse andere Studien konnten keinen statistisch relevanten Wertverlust nachweisen. Eine gute Zusammenfassung (hier auch inkl. Quellen) zu dem Thema findet sich z.B. hier: https://energiewende.eu/windkraft-wertverlust-von-wohneigentum/#Diskussion  "Dauerhafter Schattenwurf, nächtliches Blinklicht und hörbarer Schall sind nachgewiesene Belastungen. Die Auswirkungen auf Schlafqualität, psychische Gesundheit und Tierwelt sind in vielen Fällen dokumentiert – werden aber politisch klein- oder schöngeredet." Auch hier entspricht dies nicht dem aktuellen wissenschaftlichen Konsens. Auch wenn (mal wieder) keine Quelle genannt wird beziehen sich diese Behauptungen vermutlich letztlich auf eine Studie vom BGR, bei welcher sich nachweislich um Faktor 1000 verrechnet wurde (die Studie wurde übrigens auch wieder zurückgezogen). Diverse andere Studien kommen zu dem Ergebnis, dass es keine Auswirkungen auf Schlafqualität oder andere gesundheitliche Auswirkungen gibt. Dazu: https://www.enbw.com/unternehmen/themen/windkraft/windkraftanlagen-infraschall.html https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0360132318307935 https://academic.oup.com/sleep/article/43/9/zsaa046/5811422 https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/texte_163-2020_laermwirkungen_von_infraschallimmissionen_0.pdf  "Windkraftwerke im ländlichen Raum führen zu Fragmentierung von Lebensräumen, besonders für Vögel, Insekten und Fledermäuse.Besonders betroffen: Rotmilan, Schwarzstorch und viele Fledermausarten – laut Artenschutz streng geschützt, aber hier geopfert. Ökologischer Schaden wird durch „grünes Labeling“ verschleiert." Auch wenn hier nicht konkret davon gesprochen wird, das Vögel durch Windkraftanlagen sterben, ist dies ein gern herangezogenes Argument. Deshalb auch kurz dazu zur Einordnung: durch Windkraftanlagen sterben jährlich c.a. 100.000 Vögel. Durch Hauskatzen c.a. 20-100 Millionen, durch Glasscheiben 100-115 Millionen (mehr dazu z.B. hier: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/24661.html  ). Natürlich sollte bei der Standortwahl von Windkraftanlagen darauf geachtet werden Lebensräume gefährdeter Tierarten nicht weiter einzuschränken. Statt dem pauschalen "nicht hier, weil hier ist ja Natur" wären hier mal tatsächliche Gründe, oder Vorschläge zur besseren Vereinbarkeit sinnvoll. Der NABU setzt sich z.B. für einen verträglichen Ausbau von Windenergie ein: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/gefaehrdungen/windenergie/index.html Warum der hier konkret gewählte Standort nun in einen besonders schützenswerten Raum fallen soll, wird in den "Fakten" leider gar nicht dargelegt. Für den Fortschritt, den Artenschutz, unsere Unabhängigkeit von anderen Ländern, die Strompreise, die "Sicherheit" und viele andere Punkte ist der dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien extrem wichtig. Dass wieder einmal viele (sicherlich nicht ausschließlich) ältere Menschen, gerade aus ländlicheren Regionen, sich diesem mit plakativen "nicht bei uns" und "die Kultur hier muss geschützt werden" förmlich in den Weg werfen ist, gerade für jüngere Generationen, einfach nur noch traurig. Bringt euch konstruktiv ein, macht Vorschläge was man an den Plänen anpassen könnte um z.B. die Auswirkungen auf die Natur zu verringern, wenn euch das Thema am Herzen liegt, oder lasst es halt. Aber dieses Windkraftwerk komplett zu verteufeln, es so dazustellen als würde hier alles zerstört werden, oder mit irgendwelchen komplett wissenschaftsfernem Quatsch zu argumentieren macht alles nur noch schlimmer und sorgt eher dafür, dass Entscheidungsträger die regionalen Interessen & Stimmen noch weniger mit einbeziehen. Ansonsten meckert halt von mir aus weiter bis ihr irgendwann enteignet werdet und eure schönen Häuser, die Kultur und die Natur für einen Braunkohle-Tagebau weggebaggert werden.  

    Bearbeitet am Montag, 02. Juni 2025 12:00 von admin.
    • Hallo Paul,
      zunächst danke ich für die ausführliche Darstellung, auch wenn der Ton stellenweise pauschalisierend und wenig dialogbereit wirkt („traurig“, „meckert halt weiter“, „enteignet“). Wer ernsthaft will, dass sich mehr Menschen „konstruktiv einbringen“, sollte selbst mit Respekt vor anderen Perspektiven argumentieren – gerade im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz, Naturschutz, Eigentumsrechten und demokratischer Teilhabe.

      1) Immobilienwertverluste: Sie schreiben, es gebe „genau eine Studie“, die Wertverluste belege, andere dagegen nicht. Das ist verkürzt. Die IWU-Studie von 2022 hat beispielsweise einen signifikanten Rückgang des Immobilienwerts in direkter Nähe zu Windkraftanlagen festgestellt (durchschnittlich bis zu 7 %, mit Ausreißern bis über 20 %). Die methodische Kritik an früheren Studien ist bekannt – sie betrifft aber nicht ausschließlich die eine, sondern beide Seiten. Wer behauptet, es gäbe keinen Effekt, blendet aus, dass Märkte eben nicht nur rational reagieren. Die bloße Angst vor Veränderung kann Kaufentscheidungen beeinflussen – ein reales Phänomen. Gesundheitliche

      2) Auswirkungen: Dass die BGR-Studie fehlerhaft war, ist korrekt – und wurde zurückgezogen. Dennoch ist das Thema Infraschall wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Gerade chronisch sensible Menschen (z. B. mit Migräne, Tinnitus oder Schlafstörungen) berichten wiederholt von Beeinträchtigungen in der Nähe von Windkraftanlagen. Auch das Umweltbundesamt (UBA) schreibt selbst, dass es „Forschungslücken“ gibt und dass eine subjektive Belastung nicht ausgeschlossen werden kann. Der Umstand, dass nicht jeder Mensch betroffen ist, heißt nicht, dass niemand betroffen ist. Die Diskussion wird hier oft auf Kosten derer geführt, die tatsächlich unter den Effekten leiden. 

      3) Tierwelt und Artenschutz: Das Argument „Hauskatzen töten mehr Vögel“ ist irrelevant, wenn es um den Eingriff durch geplante Infrastrukturmaßnahmen geht. Während Katzen Teil des „diffusen Alltagsrisikos“ sind, betrifft der Bau von Windkraftanlagen geschützte Arten direkt durch gezielte Landschaftsveränderung. Der Rotmilan und der Schwarzstorch sind nicht nur „irgendeine“ Art – sie gelten als Indikatorarten für sensible Ökosysteme. Wenn sich der NABU trotz dieser Gefahren für einen „verträglichen Ausbau“ einsetzt, dann unter sehr klaren Bedingungen – darunter umfangreiche Standortprüfungen und Korridore, die viel zu oft ignoriert werden. Der Begriff „grünes Labeling“ ist hier nicht polemisch, sondern verweist auf reale Fälle von politisch geschönter Umweltverträglichkeitsprüfung.   

      4) Standortwahl und demokratische Teilhabe: Der zentrale Kritikpunkt vieler Bürger richtet sich nicht gegen alle Windkraftanlagen, sondern gegen bestimmte Standorte, die ohne ausreichende Transparenz, ohne ernsthafte Bürgerbeteiligung und oft ohne unabhängige Umweltprüfung ausgewählt wurden. Es geht um fehlende Abstandsregelungen, fehlende kumulative Wirkungsanalysen (z. B. in windkraftverdichteten Regionen) und das Gefühl, dass Entscheidungen über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden. Wer sich hier laut äußert, tut dies oft nicht aus Ignoranz, sondern weil er nicht gehört wurde.

      5) Soziale Gerechtigkeit und wirtschaftliche Interessen: Dass Windkraftanlagen lukrative Investitionen für Projektierer, Landbesitzer und Fondsgesellschaften darstellen, ist kein Geheimnis. Gleichzeitig trägt die Belastung (optisch, akustisch, emotional, psychisch, ökologisch) vor allem die Bevölkerung vor Ort, während die wirtschaftlichen Erträge woanders landen. Das hat mit Klimaschutz wenig zu tun – sondern mit einem Verteilungsproblem.

       

      Fazit: Nicht jede Kritik an Windkraft ist wissenschaftsfern, „traurig“ oder ideologisch. Viele Menschen möchten Teil der Energiewende sein – aber nicht um jeden Preis, nicht ohne Mitsprache und nicht, wenn es zu einem schleichenden Verlust an Heimatgefühl, Naturraum und Lebensqualität kommt. Wer diese Sorgen ignoriert oder lächerlich macht, verspielt Akzeptanz und treibt die Spaltung der Gesellschaft voran. Klimaschutz ist wichtig – aber er darf nicht gegen Demokratie, Transparenz und regionale Lebensrealitäten ausgespielt werden. Wer das beachtet, bekommt auch die Unterstützung derer, die heute (noch) skeptisch sind.

      Achim

      Bearbeitet am Montag, 02. Juni 2025 12:22 von admin.
      • zu 1): "Die IWU-Studie von 2022 [..]" Dann bitte auch einmal die genaue Quelle dazu. Unter dem Link von mir finden sich ja auch mehrere konkrete Studien, welche die (irrationalen) Marktauswirkungen untersuchen und keinen signifikanten Wertverlust nachvollziehen können. 

        zu 2): "Auch das Umweltbundesamt (UBA) schreibt selbst [...]" Auch hier bitte eine Quelle, wo dies so steht. In dieser Broschüre aus 2024, welche das UBA publiziert hat steht z.B. klar: "Behauptung: „Auch wenn man Infraschall nicht hören kann, kann er schädlich sein.“ Check: Stimmt, aber nach aktuellem Forschungsstand nicht bei den Schallpegeln, wie Windenergieanlagen sie produzieren." - https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/broschuere_infraschall.pdf

        zu 3): „Hauskatzen töten mehr Vögel“ war nie mein Argument. Wie im Text steht dient dies zur Größeneinordnung. Auch hier kommen von Ihnen wieder keine konkreten Punkte. Welche Kriterien der NABU werden ihrer Meinung nach mit dem Standort konkret verletzt? Was wären aus ihrer Sicht Schritte um eine Vereinbarkeit sicherzustellen? Gibt es Gutachten/Prüfungsverfahren die sie nicht pauschal ablehnen würden, wenn diese eine Vereinbarkeit belegen? Meiner Meinung nach ist der Naturschutz der so ziemlich einzige, wirklich relevante Faktor. Ich habe allerdings häufig den Eindruck das viele diesen nur vorschieben damit eben nicht "ausgerechnet hier" gebaut wird. Deshalb sind konkrete Argumente und Gegenvorschläge umso wichtiger.

        zu 4): hier kann ich mich nur wiederholen. Engagieren sie sich und benennen sie klar, wo Ihrer Meinung nach Probleme sind. Inkl. wissenschaftlich fundierter Belege und möglicher Lösungen. Sicherlich ist Teilhabe wichtig, aber nicht wenn diese aus der Reproduktion der immer gleichen wissenschaftsfernen "nicht vor meiner Tür" Argumenten besteht.

        zu 5): Ja, wir leben in einem kapitalistischen System. Ohne wirtschaftliches Interesse wird, außer stellenweise durch die öffentliche Hand, so gut wie gar nichts gebaut. An günstigem & erneuerbaren Strom haben wir gesamtgesellschaftlich ein großes Interesse und wir profitieren alle davon. Natürlich wäre es schöner, wenn Windkraftwerke genossenschaftlich lokal finanziert und gebaut werden würden, aber dann sollte man sich eben für genau so etwas einsetzen, statt hier einem (übrigens aus Osnabrück kommenden) Unternehmen partou Steine in den Weg legen zu wollen. Wenn sie für eine Umverteilung sind, dann sehr sehr gerne, aber dafür gibt es deutlich deutlich bessere Ansatzpunkte. "Nicht jede Kritik an Windkraft ist wissenschaftsfern, „traurig“ oder ideologisch." Habe ich nie behauptet. Nur leider sind viele der Kritikpunkte die hier reproduziert werden genau das. "Wer diese Sorgen ignoriert oder lächerlich macht, verspielt Akzeptanz und treibt die Spaltung der Gesellschaft voran." Tue ich nicht. Was ich jedoch ignoriere bzw. gerne lächerlich mache ist die Reproduktion unwissenschaftlicher "Fakten". Von WKAs profitieren wir gesamtgesellschaftlich, dies so darzustellen als wäre es nur im Kapitalinteresse großer Konzerne ist klar spaltend.

        Bearbeitet am Montag, 02. Juni 2025 23:24 von admin.
        • Hallo Paul, danke dir für deine ausführliche und engagierte Rückmeldung.

          Man spürt, wie sehr dir das Thema am Herzen liegt – und wie sorgfältig du versuchst, mit Fakten Klarheit zu schaffen. Das verdient Anerkennung.

          Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass unser Austausch sich zunehmend um das Verteidigen von Positionen dreht, weniger ums gegenseitige Verstehen. Das ist menschlich, aber nicht der Rahmen, in dem ich gerne weiterdiskutiere – denn echte Debatte lebt für mich vom Respekt vor anderen Sichtweisen, auch wenn sie unbequem sind.

          Wir haben beide unsere Standpunkte deutlich gemacht. Vielleicht reicht das fürs Erste. Und vielleicht ergibt sich ja zu einem späteren Zeitpunkt ein Gespräch, bei dem es weniger um Rechthaben und mehr um gemeinsames Weiterdenken geht.

          In diesem Sinne: Danke für deinen Beitrag – und alles Gute für deinen weiteren Einsatz. Wir teilen mehr Anliegen, als uns trennt.

          Viele Grüße
          Achim

          Bearbeitet am Montag, 02. Juni 2025 23:50 von admin.
          • Mich würde interessieren wo der sehr engagierte Paul wohnt.
            In der Nähe einer Windkraftanlage?
            Kann ich mir kaum vorstellen. 

            Arbeitet er für das aus Osnabrück kommende Unternehmen dem Steine in den Weg gelegt werden sollen?
            Das kann ich mir schon eher vorstellen.

            Und ja, ich persönlich bin überhaupt kein Freund der Windkraft. 
            Überhaupt nicht an Land, nicht viel mehr im Meer. 

            Bearbeitet am Dienstag, 03. Juni 2025 17:55 von admin.
            • Ich wohne ca. 3 Kilometer vom geplanten Standort entfernt und nein, ich arbeite auch nicht für das Unternehmen. Aber da ich selbst kein Eigentum hier besitze und wie gesagt ~3km entfernt wohne wären die Auswirkungen für mich sicherlich nicht so stark wie für Andere.
              Mich als Person diskreditieren zu wollen anstatt inhaltlich auf die Argumente einzugehen ist aber natürlich viel einfacher.
              Weiterhin finde ich es interessant, wie sie mich als "sehr engagiert" darstellen, nur weil ich meine Argumente tatsächlich mit Quellen belegen kann und wissenschaftsferne Aussagen nicht einfach so hinnehme.
              Aber ich merke schon, dass dies anscheinend der falsche Ort für eine inhaltliche & faktenbasierte Diskussion ist.

              Bearbeitet am Donnerstag, 05. Juni 2025 09:51 von admin.
  • Hallo in die Dialogcommunity, "unabhängig" von den Pro/Contra Argumenten sehe ich auch rückschauend Defizite. Die Gemeindeverwaltung sehe ich da in der Pflicht sich mit grüner Energieerzeugung ( in größerem Stil ) zu beschäftigen. Es gibt im Bundesgebiet genügend positive Beispiele.  Es muß ja nicht nur um WKA gehen ( duale Nutzung v. Flächen, Erdwärme, PV etc.) Wie sieht es z. B. mit Bürgerenergiegenossenschaften aus. Finanzielle, konzeptionelle Beteiligung der Bürgerschaft. Dort liegt m. M. nach Potenzial brach. Es könnte Akzeptanzen fördern. Leider sehe ich da etwas Ideenlosigkeit seitens der Gemeinde um Impulse zu geben. Nur der Privatwirtschaft die Initiative zu überlassen finde ich zu eindimensional. Klar es braucht Vorlauf, aber das Thema der gepl. ausgewiesene WKA-Flächen  poppt ja nun nicht unerwartet auf. Soweit
  • Eine andere Sichtweise

    Ich wohne ebenfalls in der Nähe des geplanten Windkraftstandorts und verfolge die Diskussion rund um das Projekt sehr aufmerksam. Auch wenn ich einige Sorgen nachvollziehen kann – zum Beispiel, was den Eingriff in die Landschaft betrifft – bin ich grundsätzlich für die Windkraftanlage.

    Was mir auffällt: Viele Argumente, die gegen die Anlage vorgebracht werden, wiederholen sich in ähnlicher Form überall dort, wo neue Windräder geplant sind. Manche Aussagen erscheinen mir überzogen oder schlichtweg falsch. Dass es „nie wieder Nacht“ werde, weil oben am Generator ein kleines Leuchtfeuer angebracht ist, halte ich für stark übertrieben – moderne versuchen Luftfahrthinweise möglichst dezent und sogar bedarfsgesteuert zu geben (z. B. nur bei Annäherung eines Flugzeugs).

    Auch die verbreitete Behauptung, die Anlage sei dreimal so hoch wie der Eiffelturm, ist nachweislich falsch: Der Eiffelturm ist 324 m hoch (bis zur Spitze; Besucherplattform liegt bei 276m), die geplante Windkraftanlage soll maximal 247,5 m erreichen.

    Ich frage mich ehrlich: Gäbe es denselben Widerstand, wenn stattdessen ein Solarpark mit vergleichbarer Leistung gebaut würde? Oder ein neues Gaskraftwerk?
    Wahrscheinlich ja – einfach, weil jede Form von Energieerzeugung irgendwo sichtbar, spürbar und manchmal unbequem ist.

    Für mich überwiegt der Nutzen: Wir brauchen lokale, saubere Energie. Windkraft ist ein wichtiger Teil der Lösung. Und ich glaube, wir sollten unsere Angst vor Veränderung nicht größer werden lassen als die Notwendigkeit zu handeln.

    Bearbeitet am Dienstag, 03. Juni 2025 17:54 von admin.
  • Ich nutze gerne Strom. Ich nutze gerne weniger Strom wenn dafür die Landschaft Richtung Teutoburger Wald ihren Maßstab behält. P.S. Danke für das Verteilen der Infoflyer!
  • Wo sind die Quellen zu den Gegenargumenten?
    Windrad 247,5 m ist mitnichten auf Augenhöhe mit dem Effelturm 330 m.

    "Diese Seite ist keine Einladung zum Dialog. Sie ist eine Bremse."

    Schade, wenn jemand ein Mitspracherecht fordert, aber keinen Dialog führen möchte.

    Bearbeitet am Donnerstag, 05. Juni 2025 09:50 von admin.
      • Wenn beim Windrad die Höhe bis zur Spitze der Rotorblätter angegeben wird, sollte auch beim Vergleichsobjekt Eiffelturm, die Höhe bis zur Spitze angegeben werden, sonst ist das Äpfel mit Birnen vergleichen.
  • Tatsächlich erlebe ich diese Seite nicht als Dialog, sondern eher als eine Seite von Emotionen gegen Veränderungen und Entwicklungen - an dem Informationsabend habe ich ohne Fragen zu stellen, viele Antworten bekommen, warum Deutschland in der wirtschaftlichen Entwicklung, in der Infrastruktur - eigentlich in jedem Bereich hinten an ist; erst langsam und inzwischen werden wir immer schneller nach hinter durchgereicht. 

    Bad Rothenfelde könnte hier ein Leuchtfeuer erneuerbarer Energie werden - weithin sichtbar, aber eben nicht störend.  Jede erneuerbare Energie veringert unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und in der Folge von vielen Ländern, welche ein fragwürdiges Verhältnis zu den universiellen Menschenrechten trägt.  Ein Windrad ist nicht mit einer Saline oder einem Hochregallager (Stichwort Storck) vergleichbar, da es sich nicht um ein massives Bauwerk handelt, welches den Blick verstellt.

    Ein jeder sollte sich eingeladen fühlen, sich mit Argumenten auseinanderzusetzen, anstelle sich von diffususer Unsicherheit oder gar Angst und in der Folge sich dann Annahmen leiten zu lassen, welche einer Prüfung nicht standhalten. 
    Und nein, Windkraftanlagen konterminieren keine Felder, zerstören keine Quellen und sind auch keine Monster, sondern ermöglichen uns dieses Leben in der Qualität, wie wir es kennen - und das sogar nachhaltig. - Bürgschaften sind bei Banken und Versicherungen Tagesgeschäft; Betonrückbauten in Fundamenten werden täglich im Recyceling durchgeführt - Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich jahrelang in ca. 50 Meter Abstand direkt unter einem großen Windrad gelebt habe und es keine Einschränkung von Lebensqualität mit meiner Familie gab.  Die Möglichkeit eines möglichen Invest mit einer 5% Rendite macht ein solches Vorhaben nicht unattraktiver. Hier werbe ich dafür, das die Energiewende mit uns allen gelingen sollte, für uns und für unsere Zukunft und sollten Entwicklungen positiv hinterfragen und dann nach Prüfung auch gut begleiten. 

    Viele Grüße  Thomas

    Bearbeitet am Donnerstag, 12. Juni 2025 10:59 von admin.
  • An die Windkraftskeptiker in BadRo und Umgebung, leider finden sich auch auf dieser Website einige Übertreibungen und Falschbehauptungen. Es ist z.B. nicht so das eine Windkraftanlage in der Nacht kontinuierlich die Flugwarnbefeuerung nutzt, seit dem 31.12.2025 ist die bedarfsgesteuerte Flugwarnbefeuerung Pflicht, die WEA leuchtet also nur wenn auch ein Flugobjekt in der Nähe ist. Auch ist kein dauerhafter Schattenwurf zu befürchten, der Gesetzgeber schreibt hier eine maximale Belastung von 30 Stunden im Jahr und maximal 30 Minuten am Tag vor. Die Windkraftanlage kann dann automatisch den Betrieb stoppen, dass gleiche gilt übrigens wenn die metrologischen Verhältnisse oder landwirtschaftliche Aktivitäten Vogelflug erwarten lassen. Auch dann stoppen moderne Windkraftanlagen selbstständig die Energieproduktion. Eine Anlage von 247,5m Höhe klingt erstmal hoch, hiermit ist jedoch nicht die Nabenhöhe gemeint. Eine solche Anlage, wäre auch keine Besonderheit, ganz im Gegenteil werden solche Kraftwerke gerade in ganz Deutschland gebaut. Unter anderen verdanken wir dieser Tatsache auch die schnelle Erholung von der Energiekrise 2022. Moderne WEAs liefern günstigen Strom und treiben die Preise an den Strombörsen verlässlich nach unten. Natürlich ist es ein Einschnitt in die Landschaft und unser Leben, dieser Preis sollte es uns aber Wert seien. Die Energiewende kann nur Gelingen, wenn jede Gemeinde seinen fairen Beitrag leistet. Wer sich generell über das Energiesystem informieren möchte sollte mal bei den Energy-Charts vorbeischauen. Dort wird deutlich, welche immense Bedeutung die Windkraft für das deutsche Energiesystem hat.
    • Ich selbst wohne im Aschendorfer Wohngebiet und befürworte, dass endlich auch in Bad Rothenfelde in Sachen Windkraft etwas entstehen soll – und werde mich beim Bau der Anlage finanziell beteiligen und „verdienen“.

      Diese Option hat, wie in der Versammlung gesagt wurde, jeder Bürger – und die im Umkreis von 2,5 km wohnenden sogar noch zu besonders günstigen Konditionen.

      Ich werde die Anlage – genau wie den G5-Sendemast an der Bever – sehen, wenn ich südlich schaue. Aber deswegen verteufle ich den Fortschritt nicht.


      Nur mit Solarenergie kann die Energiewende nicht funktionieren.

      Viele WKA-Gegner wollen zwar ihre Elektrogeräte 24/7 betreiben, aber selbst nicht vernünftig investieren.
      Solche Investitionen wären etwa:

      • große Solaranlagen mit

      • noch größeren Speicherkapazitäten.

      Aber das sollen bitte die anderen machen. Oder der „Staat“.
      Hauptsache: nicht mein Geld, nicht vor meiner Tür.


      Auf der Bürgerversammlung am 05.06.2025 wurden teilweise haarsträubende sogenannte „Argumente“ gegen die WKA vorgebracht – die fast alle einer vernünftigen Begutachtung nicht standhalten. Beispiele:

      • Abrieb: Wenn eine Autolackiererei ihre Tür öffnet, werden mehr Partikel in die Umwelt geblasen, als an der WKA je abgerieben werden.

      • Gefährdung der Salzbachquelle am Aschendorfer Kreisverkehr durch Havarie – wirklich an den Haaren herbeigezogen und eher für einen Weltuntergangsfilm als für die Realität geeignet.

      • Bau und Rückbau der Anlage: Wer seinen Komfortbereich verlässt, sieht z. B. westlich der B475 bei Sassenberg oder in der Paderborner/Soester Börde, wie so etwas professionell durchgeführt wird.

      Auch im Internet und Fernsehen gibt es jede Menge Informationen.
      Ein Turm dieser Größe besteht z. B. aus Betonteilen, die aufeinander gestellt und dann mit Spannseilen verbunden werden. Nur das oberste Teil ist aus Stahl.


      Zur Technik und zum Recycling:

      • Die Flügel werden mit hoher Qualität hergestellt, regelmäßig geprüft, gewartet und am Ende recycelt – weil die Materialien zu wertvoll sind, um sie zu entsorgen.

      • Aber meckern ist eben einfacher, als mal etwas anderes zu schauen als Florian Silbereisen oder Traumschiff.


      Zur Diskussion um Dimensionen und Sichtbarkeit:

      In diesem Forum melden sich Leute, die aus 247 m plötzlich 300 m machen – und dann auch noch von der dreifachen Höhe des Eiffelturms sprechen (also ca. 1000 m) – einfach nur noch lächerlich.


      Themen Umwelt und Tierwelt:

      • Fledermäuse, Vögel, Geräusche:
        Ich habe selbst mehrere WKAs besucht, daruntergestanden, angehört – keine Vogelfriedhöfe, keine Geräuschbelastung.

      • Roter Milan im Osten der Republik:
        Bei einem Urlaub machte mich mein Gastgeber auf einen Milan aufmerksam, der problemlos zwischen 10 Anlagen fliegt – seit Jahren.

      • Die geplanten Anlagen haben Flügel oberhalb der Fledermausflugzone, erhalten zusätzlich Sensoren und schalten sich bei Bedarf automatisch ab.

      • Flügel heutiger Anlagen besitzen sogenannte Winglets und gezackte Kanten („Eulenfedern“) – dadurch sind sie viel leiser, fast unhörbar.


      Licht und Blinklichter:

      Das bemängelte Kennlicht:

      • befindet sich nicht in 247 m Höhe,

      • sondern bei ca. 160–170 m auf dem Dach des Maschinenhauses,

      • und wird nur bei Annäherung eines Flugzeugs aktiviert.

      • Es strahlt nicht zum Boden und blinkt nicht dauerhaft.

      Also: weniger Fliegen = weniger Blinken.


      Immobilienwert und Mietpreise:

      • Thema Wertverlust von Immobilien:
        Wer ein Gutachten bestellt und bezahlt, bekommt es oft genau so, wie er es „erwartet“.

      • Hat schon jemand von den Gegnern seine Mieter gefragt, ob sie Mietminderung wegen der WKA verlangen wollen?
        Glaube ich nicht.


      Vorteile der dezentralen Anlage:

      • Jede neu gebaute WKA ist ein Schritt in Richtung Fortschritt.

      • Wenn sie dezentral entsteht – und nicht in einem Windpark – bringt das viele Vorteile:

        • Entlastung der Stromnetze (weniger Transport über lange Distanzen),

        • Stabilisierung der Strompreise vor Ort.


      Zur politischen Einordnung:

      • Die EU teilt Deutschland bald in Strompreisgebiete ein.

      • Im Norden (Niedersachsen z. B.) werden die Netzentgelte günstiger,

      • im Süden (Bayern, BW) teurer – dort gibt es kaum WKA, aber viel teuren Strom aus Gaskraftwerken.

      • Stromautobahnen werden dort blockiert, aber das ist bald vorbei – dann wird endlich abgerechnet.


      Fazit:

      Wir in Niedersachsen sollten nicht verteufeln, sondern fördern.
      Ich freue mich auf die Anlage – es ist nur eine WKA, kein Windpark.


      Tourismusbedenken?

      Dass unsere Kurgäste wegen eines Windrads Bad Rothenfelde meiden, ist nicht belegt.
      Wer z. B. vom Eggeparkplatz in die Runde schaut, sieht jetzt schon 80–100 WKAs, Tendenz steigend.

      Ich selbst und viele, die ich kenne, haben bei Urlaubs- oder Kurplanungen nie geschaut, ob es WKAs in der Nähe gibt.
      Ob Eifel, Mosel, Brandenburg, MeckPomm oder sogar Frankreich – überall gibt es WKAs.
      Niemand reist deshalb ab.


      Und was Kurgäste wirklich stört?

      Die schlechten Waldwege südlich des Niedersachsenrings.
      Sie sind für viele Urlauber eine Zumutung.

      Aber vielleicht verdient auch die Gemeinde bald durch die WKA mit –
      und dann bleibt auch mal etwas im Ortsteil „hängen“.

      Bearbeitet am Sonntag, 13. Juli 2025 23:33 von admin.
  • Es ist kurz auf einen Nenner gebracht: Windkraft rentiert sich weder heute, noch in Zukunft, da der Nutzen zum Aufwand in keiner Relation steht und nie stehen kann. Die Windkraft"energie" kann nur mit Subventionen (in der Regel Steuergelder) überhaupt "am Laufen" gehalten werden. Der umweltrechtliche und ökologische Schaden von Fauna und Habitat kommt sehr erschwerend hinzu. Anstatt die Kommune werterhaltende und lebensqualitative Projekte zur Bewahrung des Kurortes und dessen "noch" bestehenden Charmes unterstützt, wird in kostenintensive und der Gemeinde schadenden Irrsinn investiert. So kann man einen Kurort sprichwörtlich gegen die Wand fahren.
  • „Wir haben verstanden“, sagte der Apparat – und stellte die Windräder trotzdem auf

    Es ist ein eigenartiger Satz, dieser Satz: „Wir haben verstanden.“
    Er wirkt wie ein Pflaster auf offener Wunde, wie ein Händedruck mit Gummihandschuh. Und doch wird er so oft gesprochen von Politikern, Projektentwicklern, Pressesprechern, dass man ihn fast für ein Zeichen von Nähe halten könnte. Fast.

    In Wahrheit bedeutet er meist: Wir haben euer Aufbegehren zur Kenntnis genommen. Jetzt lasst uns in Ruhe weiterbauen.

    So geschieht es gerade in vielen Orten dieses Landes – Rothenfelde ist nur einer davon. Menschen stehen am Waldrand, dort, wo die Vögel morgens noch singen. Sie stehen mit Flyern, mit Einwänden, mit Herzklopfen. Und auf der anderen Seite stehen: Flächenwidmungspläne, Abstandsklauseln, Genehmigungspfade – und hinter all dem das große Wort „Klimaschutz“, das so riesig geworden ist, dass darunter jedes Dorf verschwindet.

    Die Menschen, die dort leben, werden höflich eingeladen – zu Infoabenden mit vorbereiteten Folien. Sie dürfen Fragen stellen, solange sie nicht stören. Ihre Sorgen werden notiert, nummeriert, archiviert. Dann rollen die Bagger. Man sagt ihnen, das sei nun mal notwendig. Man nennt es alternativlos. Man verspricht Beteiligung – und meint Gehorsam.

    Was bleibt, ist Ohnmacht. Keine dramatische, keine laute. Eher eine stille, schleichende Art von Aufgeben. Die Art, die sich nicht empört, sondern innerlich zurückzieht. Man sieht sie in Gesichtern, die nicht mehr protestieren, sondern nur noch abwinken.
    „Die machen doch eh, was sie wollen.“

    Und das ist der eigentliche Verlust. Nicht die Sichtachse im Ort. Nicht der Wald. Sondern das Vertrauen. Die Verbindung. Das Gefühl, dass Demokratie mehr ist als ein Ankreuzfeld alle paar Jahre. Dass Politik nicht das Gegenteil von Leben ist, sondern dessen Dienstleister.

    Denn was die Menschen wollen, ist eigentlich nicht viel:
    Gehört werden. Ernst genommen werden. Nicht zum Gegner erklärt werden, wenn sie bewahren wollen, was sie lieben.

    Es geht nicht darum, ob Windkraft gut oder schlecht ist. Es geht darum, ob der Mensch zählt. Oder ob er nur noch als Fußnote im Planungsverfahren auftaucht – mit Frist und Aktenzeichen.

    „Wir haben verstanden“, sagen sie.
    Und doch fühlt es sich an, als hätte niemand zugehört.

    Bearbeitet am Freitag, 04. Juli 2025 16:44 von admin.

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